EU-Projekt zum Thema internationale Erbmediation

Von 2017 bis 2019 führt die Akademie für Mediation, Soziales und Recht an der Steinbeis Hochschule Berlin das EU-Projekt „Fostering Mediation in cross-border civil and succession matters“ (FOMENTO) durch. Innerhalb eines Projektkonsortiums mit polnischen und italienischen Partnern werden die praktischen Folgen der Europäischen Erbrechtsverordnung sowie der Europäischen Mediationsrichtlinie untersucht. Ziel ist es das Verfahren der Mediation zur Vermeidung und Bearbeitung von Erbkonflikten in Europa zu stärken.

Ein zentrales Anliegen dabei ist den Bürgern die Auswirkungen der Europäischen Erbrechtsverordnung näher zu bringen. Auch sollen Anwendungsfelder von Mediation bei Erbkonflikten aufgezeigt werden.

Drei anschauliche Beispiele für solche Konflikte zeigt folgendes Video:

Mediation bei grenzüberschreitenden Erbkonflikten

Netzwerkaufbau Mediatoren, Erbrechtsanwälte, Notare

Ein zentrales Anliegen des Projektes und darüber hinaus ist, ein Expertennetzwerk gemeinsam mit Juristen und Mediatoren aufzubauen, um die Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Erbkonflikten zu vereinfachen.

Werden Sie Teil des FOMENTO Netzwerkes: Sollten Sie Erfahrung auf dem Gebiet der Erbmediation oder grenzüberschreitenden Konflikten bzw. Erbfällen haben, dann senden Sie uns gerne Ihr ausgefülltes Profil an: info@steinbeis-mediation.com.

FOMENTO profil network mediators

FOMENTO profil network lawyers

Sollten Sie einen Fall in dem Bereich haben und benöten fachliche Unterstützung, wenden Sie sich gerne an uns. Wir vermitteln Ihnen den passenden Experten weiter.

 

Forschungsbericht zur internationalen Erbmediation

Zur Halbzeit des Projektes im September 2018 wurde der Forschungsbericht veröffentlicht:

Barth, G.; Barth, J.; Böhm, B.; Pfützenreuter, J. (2018). Mediation in cross-border succession conflicts and the effects of the ‘Succession Regulation’.

Lesen Sie auch die deutsche Zusammenfassung des FOMENTO Research Reports.

Im diesem werden die Auswirkungen der beiden genannten EU-Verordnungen/Richtlinien in den folgenden EU-Mitgliedsstaaten untersucht: Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Schweden.

Für den qualitativen Teil wurden 105 Experteninterviews mit Anwälten, Notaren, Richtern und Mediatoren durchgeführt und analysiert. Die Forschungsfragen dabei waren:

  • Inwieweit bringt die Europäische Erbrechtsverordnung neue Rechtsunsicherheiten mit sich und welche Unsicherheiten könnten Chancen für die Anwendung von Erbmediation als Konfliktlösungsmethode eröffnen?
  • Was sind die wichtigsten Chancen und Herausforderungen bei der Mediation in Nachfolgeangelegenheiten mit grenzüberschreitendem Kontext?

Trainings

Neben der Studie werden auch Tagesseminare zum Thema grenzüberschreitender Erbmediation veranstaltet. Dabei werden die Ergebnisse der Projektstudie aufgezeigt, sowie Handlungsempfehlungen und Methoden für internationale Mediationsfälle in Erbkonflikten gegeben.

Schwerpunkte des Trainings sind:

  • Werkzeuge zur Analyse von Erbkonflikten
  • Techniken und Methoden zur Arbeit mit starken Gefühlen im Trauerprozess
  • Dimensionen kultureller Unterschiede
  • Europäische Erbrechtsverordnung

Nähere Informationen zu den Trainings finden Sie HIER.

Europäische Mediationskonferenz

Am 26.06.2019 fand in Leipzig die European Conference on Mediation in Cross-Border Succession Cases im Rahmen der 5. Leipziger Mediatonsforums statt.

Referenten aus Deutschland, Italien, Österreich und Schweden boten ein vielfältiges Programm an Workshops und Vorträgen an. Nähere Informationen sowie einen Rückblick finden Sie unter: https://www.mediationstage.de/fomento.php

Wer arbeitet an dem Projekt mit?

Projektpartner aus Deutschland, Italien und Polen sind: