Ausbildung: Systemischer Berater

Systemische Berater unterstützen Einzelpersonen, Gruppen und Teams sowie Unternehmen bei der Lösungsfindung für Schwierigkeiten, bei Veränderungsprozessen oder bei der Bewältigung von krisenhaften Ereignissen.

Dabei gehen sie von der Selbständigkeit des Klienten aus und betrachten ihn als "Experten in eigener Sache". Die Systemische Beratung ist geprägt von Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Unvoreingenommenheit und Wertschätzung. Ausgehend von der Annahme, dass jeder Mensch eigene Lösungen entwickeln kann, arbeiten Systemische Berater mit den vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen der Ratsuchenden und beziehen dabei deren, für die jeweilige Situation relevantes, Beziehungsgeflecht mit ein.

Daher wird Systemische Beratung häufig auch als "ressourcenorientierte Beratung" bzw. "lösungsorientierte Beratung“ bezeichnet. Durch ihre Impulse und Interventionen aktivieren Systemische Berater die Ressourcen des jeweiligen Systems (Beziehung, Paar, Familie, Gruppe, Verein, Abteilung, Firma, Institution etc.). Dies geschieht nicht nur mit besonderen Kommunikations- und Fragetechniken, sondern insbesondere auch mit kreativen, bildhaften Methoden wie der Genogrammarbeit, der Systemaufstellung mittels Systembrett, der Arbeit mit Bodenankern oder der Skulpturarbeit.

Einsatzfelder für die Systemische Beratung finden sich nicht nur in der Familien- oder Paarberatung, sondern auch im Organisationskontext, in Unternehmen und Vereinen sowie in Gruppen und Teams. Systemische Methoden finden zudem auch in Mediation und Supervision Anwendung.

Die kompakte Jahresausbildung vermittelt in praxisnahen 13 Modulen das notwendige Wissen und Können für die Systemische Beratung. Neben den systemtheoretischen Grundlagen stehen insbesondere verschiedenste systemische Methoden, der systemische Beratungsprozess sowie die Anwendung in verschiedenen Arbeitsfeldern im Mittelpunkt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der praktischen Umsetzung des Gelernten. So vorhanden, können eigene Beratungsfälle im Rahmen der Ausbildung reflektiert werden. Dies stellt jedoch keine Bedingung für die Ausbildungsteilnahme dar.