Mediationsanfrage
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Ausbildung Klärungshelfer (m/w) in Leipzig

Klärungshilfe ist ein theoretisch fundiertes Konzept, welches Antworten auf zahlreiche Fragen der Mediationspraxis gibt:

  • Wie finde ich im komplexen Gefüge einer Organisation den systemisch passenden Ansprechpartner für die Auftragsklärung zur Mediation?
  • Wie überzeuge ich als Mediator durch eine kluge Auftragsklärung?
  • Wer sollte im komplexen Kontext einer Organisation an einer konkreten Mediation teilnehmen – wer nicht?

Ein Klärungshelfer verspricht nicht Harmonie oder Win-Win. Er verspricht jedoch, dass die Parteien sich im Klärungsgespräch wesentliche neue Informationen über den Konflikt erschließen. Das ist die Grundlage, auf der eigenverantwortliche Entscheidungen getroffen und haltbare Vereinbarungen entwickelt werden können. Klärungshilfe ist ein Stil der Mediation. Er wurde von dem Schweizer Psychotherapeuten Dr. Christoph Thomann Ende der 1970er Jahre entwickelt und 1985 in seiner Dissertation bei Friedemann Schulz von Thun ausformuliert.

Klärungshilfe beruht auf Prinzipien, welche sie für den Einsatz auch bei komplexen und hocheskalierten Konflikten in Unternehmen geeignet machen und dadurch Personaler und Führungskräfte überzeugt:

  • Klarheit durch Wahrheit
  • Wahrheit vor Schönheit

Mit „Wahrheit“ sind dabei die individuellen „Wahrheiten“ der Beteiligten gemeint. Bis zu 75 Prozent der Zeit werden in der Klärungshilfe darauf verwendet, genau zu verstehen, worin die Schwierigkeiten in der Vergangenheit und Gegenwart der Parteien liegen. Alles „Böse“ soll herauskommen können, so dass die Parteien nicht mit Resten aus der Klärung herausgehen, welche die Umsetzung von Vereinbarungen hindern könnten. Vielmehr sollen die Parteien sich voll in ihrer Empörung, ihren Sorgen und ihrer Verletzung gehört und verstanden fühlen.