Publikationen: Mediation & Moderation in der Stadt- und Regionalentwicklung: Fazit

Mediation & Moderation in der Stadt- und Regionalentwicklung (Anja Terpitz)

4 Fazit

Grundsätzlich kommen auf den verschiedenen Beteiligungsebenen eines regionalen Entwicklungsprozesses verschiedene mediative und moderative Methoden in Betracht. Die Wahl der Methode sollte sich in erster Linie nach den Bedürfnissen und Erfahrungen der Teilnehmer richten. Weiterhin ist die Methode abhängig von den Zielen bzw. Strategien, die eine Region verfolgt. Als Regionalmanager ist es wichtig, neben dem sicheren Einsatz einer Methode auch deren Grenzen zu kennen und diese offen zu kommunizieren. Was die Visualisierung betrifft, ist weniger oft mehr. Hier gilt es, die Teilnehmer nicht zu überfordern und anstelle der Methode die Arbeitsinhalte in den Mittelpunkt zu stellen. Das Sichtbarmachen von Zwischen- und Endergebnisse schafft Vertrauen und stärkt die Motivation aller Beteiligten.

Die erforderliche Ergebnisoffenheit eines Moderations- bzw. Mediationsprozesses setzt ein hohes Vertrauen in die Fähigkeit der Akteure voraus. Langfristig kann der Einsatz moderativer und mediativer Bausteine im regionalen Entwicklungsprozess zu einer nachhaltigen, positiven Veränderung der Kommunikations- und Konfliktkultur beitragen. Die Akteure werden automatisch für die Interessen und Bedürfnisse der anderen Beteiligten sensibilisiert, aktives Zuhören wird gefördert und Verständnis für die Sicht des Anderen aufgebracht. Nicht nur  kurz-, auch langfristig tragen Moderation und Mediation damit – richtigangewendet – zu einem Erfolg des regionalen Entwicklungsprozesses bei, in dem die Akzeptanz der erarbeiteten Ergebnisse verbreitert und die Selbstverantwortung der Akteure gestärkt wird.

Über die Autorin

Anja Terpitz, Mediatorin, Moderatorin, Trainerin Anja Terpitz arbeitet seit mehreren Jahren als Mediatorin, Trainerin und Beraterin. Als Managerin war sie bereits mehr als 5 Jahre in einer ILE-Region tätig und ist aktuell für die Entwicklung der Region Leipzig verantwortlich. Sie ist Inhaberin des Unternehmens Mediation & Marketing, Kooperationspartner des Steinbeis Beratungszentrums Wirtschaftsmediation sowie Dozentin für „Stadt- und Regionalmarketing“ an der Universität Leipzig.

Am Steinbeis Beratungszentrum Wirtschaftsmediation leitet sie die Weiterbildung „Moderation und Mediation in der Stadt- und Regionalentwicklung“. Forschungsschwerpunkte sind neben dem Stadt- und Regionalmarketing, die Mediation im öffentlichen Bereich und die Moderation regionaler Entwicklungsprozesse.